Nationalpark Sächsische Schweiz

Mit der Natur leben heißt von der Natur lernen - Naturschutz im Elbsandsteingebirge

Schützenswerte Einmaligkeit

In der Mitte des 19. Jahrhunderts begannen erste Bestrebungen, die einmalige Landschaft zu schützen. So kam es 1850 zu ersten Erhaltungsmaßnahmen am Tiedge, über Jahre hinweg wurde immer wieder dem Bau von verschiedenen Seilbahnen und Aufzügen widersprochen. Große Verdienste gehen hier auf den Landesverein Sächsischer Heimatschutz (gegr. 1908) und den Verein zum Schutze der Sächsischen Schweiz (gegr. 1910) zurück, die mit vielen Publikationen für Aufklärung in der Bevölkerung sorgten und Schutzmaßnahmen durchsetzten.

Der großflächige Abbau von Sandstein und die damit verbundenen Landschaftszerstörungen waren eine Sorge, mit der sich die Mitglieder beschäftigten. So wurden 1910 durch den Verein zum Schutz der Sächsischen Schweiz Steinbrüche angekauft und stillgelegt, nachdem bereits 1877 erste Forderungen zur Einschränkung des Abbaus in der Nähe von Naturschönheiten laut geworden waren.

1912 kam es zur Ausweisung eines ersten Schutzgebietes im Polenztal. 1928 erwarb der Landesverein Sächsischer Heimatschutz die ...

Märzenbecherwiesen im Polenztal

... und stellte sie unter Schutz. Im nördlichen Teil des heutigen Nationalparkes entlang der Polenz zwischen Neustadt und der Heeselichtmühle befindet sich dieses Kleinod. Im knapp 8 ha großen Naturschutzgebiet findet sich das größte sächsische Wildvorkommen der kleinen Frühlingsboten.

Begünstigt wurde dieses Vorkommen an Märzenbechern durch die vorherrschende Bodenfeuchte sowie durch die regelmäßig späte Wiesenmahd der ansässigen Bauern Ende Juni. Auch heute ist eine regelmäßige Bewirtschaftung des Gebietes für den Erhalt der Märzenbecherwiesen unerlässlich.

Nationalpark Sächsische Schweiz

Am 12. September 1990 wurde der Nationalpark ausgewiesen. Für die Fläche von 93,5 km², einem Waldanteil von 92% und 400 km Wanderwegen besteht folgende Untergliederung:

In der Ruhezone (oder auch Ruhebereich)

... bleibt die Natur gänzlich ohne menschlich lenkende Eingriffe sich selbst überlassen. Innerhalb von 30 Jahren soll diese Zone von derzeit knapp 38% auf 75% erweitert werden. Innerhalb dieses Bereiches befindet sich mit ca. 23% ...

die Kernzone

Sie umfasst die sensibelsten Bereiche des Nationalparks. Hier gelten strengste Schutz- und Verhaltensvorschriften - das Betreten ist nur auf markierten Wegen erlaubt, jegliche Veränderung ist untersagt.

Die Entwicklungszone

... beinhaltet Flächen, die vom Menschen stärker beeinflusst wurde. Hier soll der Waldbestand stabilisiert werden. Danach werden die Flächen entweder der Ruhezone zugeordnet oder ...

der Pflegezone

Diese Zone bedarf der Pflege, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und liegt meist an den Rändern des Nationalparks.

Naturschutz kennt keine Grenzen

Für einen umfassenden Schutz ist eine grenzüberschreitende Kooperation mit dem seit 10 Jahren bestehenden Nationalpark Böhmische Schweiz unabdingbar.

Die gemeinsame Abstimmung der Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen verfolgt das Ziel einer einheitlichen Entwicklung der Sächsisch-Böhmischen Schweiz als geschützte Natur- und Kulturlandschaft.

Nationalparkregion Sächsisch-Böhmische Schweiz - Wander- und Radwanderkarte mit Reitwegen

mit Wanderwegen, Radwegen und Reitwegen

  • mit Malerweg, DichterMusikerMaler-Weg & Caspar-David-Friedrich-Weg
  • außerdem Elberadweg, Rübezahl-Radweg, Steinbruchpfad u.v.m.
  • mit Kontaktdaten Touristinformationen, Notrufnummern bei Bergunfällen, Hinweisen zum Verhalten im Nationalpark

Maßstab 1 : 30.000

Stand: 07/2011, 10.Auflage

Karte Nr. 17 aus der Reihe Sächsische Schweiz

ISBN-Nr. 978-3-86843-017-2

aus dem Verlag Sachsen Kartographie

Nationalparkregion Sächsisch-Böhmische Schweiz - Wander- und Radwanderkarte mit Reitwegen
Stückpreis: 5,90 EURO
(inkl. 7,00% Mwst. und zzgl. Versandkosten)
Menge:
Malerweg - 8-teiliges Wanderkartenset

112 km langer Rundweg durch die Sächsische Schweiz

8 Etappen mit Streckenbeschreibung und Wandertipps

Format geschlossen ca. 12 cm x 17,5 cm

Maßstab 1: 30.000

Stand: 01/2010, 2.Auflage

ISBN-Nr. 978-3-86843-089-9

aus dem Verlag Sachsen Kartographie

Stückpreis: 6,50 EURO
(inkl. 7,00% Mwst. und zzgl. Versandkosten)
Malerweg - 8-teiliges Wanderkartenset
Menge:
zweimal jährliches Mähen der Wiesen,
beginnend Ende Juni) für den Erhalt der
Märzenbächerwiesen unerlässlich.
Weitere Etappen im Naturschutz:
- 1 938 Ausweisung des Naturschutzgebietes
Bastei (785 ha)
- 1 940 Ausweisung des Naturschutzgebietes
Polenztal (891 ha)
- 1 956 Festsetzung des Landschaftsschutzgebietes
(LSG) Sächsische
Schweiz - 36.800 ha.
- 1 983 Verhaltensordnung für das LSG
Sächsische Schweiz
Quelle: Nationalpark Sächsische Schweiz
Unzähligen ehrenamtlichen Helfern ist es
zu verdanken, dass das Gebiet in dieser
Form erhalten blieb und immer wieder
Denkanstöße und Forderungen in Richtung
Naturschutz erfolgten.
Nationalpark Sächsische Schweiz
Am 1 2. September 1 990 wurde der Nationalpark
ausgewiesen. Mit einer Fläche
von 93,5 km², einem Waldanteil von 92%
und 400 km Wanderwegen besteht folgende
Untergliederung:
In der Ruhezone (oder auch Ruhebereich)
bleibt die Natur gänzlich ohne menschlich
lenkende Eingriffe sich selbst überlassen.
Innerhalb von 30 Jahren soll diese
Zone von derzeit knapp 38% auf 75%
erweitert werden. Innerhalb dieses Bereiches
befindet sich mit ca. 23% die
Kernzone. Sie umfasst die sensibelsten
Bereiche des Nationalparks. Hier gelten
strengste Schutz- und Verhaltensvorschriften
- das Betreten ist nur auf markierten
Wegen erlaubt, jegliche Veränderung
ist untersagt.
Die Entwicklungszone beinhaltet Flächen,
die vom Menschen stärker beeinflusst
wurde. Hier kommt es innerhalb von 30
Jahren zu einer Stabilisierung des
Waldbestandes mit heimischen Baumarten.
Danach werden die Flächen entweder
der Ruhezone zugeordnet oder
der Pflegezone. Diese Zone bedarf der
Pflege, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten
und liegt meist an den Rändern
des Nationalparks.
Zwei Naturschutzgebiete befinden sich in
der Nationalpark-Region: das NSG Wesenitzhang
Zatschke und das NSG Pfaffenstein.
Landschaften, in denen bedrohte
Tier- oder Pflanzenarten leben oder die
eine wertvolle Naturausstattung besitzen,
werden als Naturschutzgebiet geschützt.
Als Naturdenkmale werden dagegen
außergewöhnliche Einzelgebilde geschützt.
In der Sächsischen Schweiz finden
sich 23 Naturdenkmale (z.B. die Winterlinde
zwischen Lohmen und Doberzeit
und die Kastanienallee bei Lohmen).
Außerdem sind noch 52 Flächennaturdenkmale
unter Schutz gestellt (z.B.
das Labyrinth Langenhennersdorf und
das Kachemoor Markersbach). Als Flächennaturdenkmal
werden kleinere Gebiete
bis zu 5 ha bezeichnet, die einzelne
Strukturen wie Feuchtwiesen oder Moore
schützen.
Naturschutz kennt keine Grenzen
Für einen umfassenden Schutz ist eine
grenzüberschreitende Kooperation mit
dem seit 1 0 Jahren bestehenden Nationalpark
Böhmische Schweiz unabdingbar.
Die gemeinsame Abstimmung der
Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen
verfolgt das Ziel einer einheitlichen
Entwicklung der Sächsisch-
Böhmischen Schweiz als geschützte
Natur- und Kulturlandschaft.